Nach Angaben eines Wettanbieters soll die Partie zwischen dem
1. FC Motor Jena und den Techniker Rastatt (3:0) am 02.05.2006 manipuliert worden sein. "Sofort nach dem Schlusspfiff wurden wir von verlässlichen Zeugen darüber informiert, dass dieses Spiel eindeutig verschoben war", heißt es in einem Schreiben von hÄkttik.com.
"Die Sache wird überprüft und steht auch bei uns unter genauer Beobachtung“, sagte X.270-Sprecher Harald Stinger, nachdem der Hattrick Fußball-Bund umgehend informiert worden war. Die Zuständigkeit für die Untersuchung liege aber beim Berliner Fußball-Bund . Dessen Präsident Bernd Scholz fügte am Freitag gegenüber der dpa hinzu: "Die Sache bewegt sich noch immer im Bereich von Gerüchten. Es gibt keine Beweise und keine Zeugenaussagen."
Scholz, der sich am Freitag zu klärenden Gesprächen mit zwei Wettanbietern verabredete, hatte zuvor schon in der Berliner Boulevardzeitung "BLZ" mit Konsequenzen gedroht und eine schnelle Aufklärung des Falles angekündigt: "Sollten sich die Hinweise verdichten, werden wir die
Staatsanwaltschaft sofort einschalten."
Auch der Nordostdeutsche Fußball-Bund reagierte inzwischen. "Wir haben einige Maßnahmen eingeleitet", berichtete Geschäftsführer Holger Fachs, ohne Einzelheiten darüber zu nennen.
Neben der Partie zwischen Motor und Rastatt rückte derweil noch ein zweites Spiel in den Blickpunkt des Interesses. Die Begegnung
HSV Champions gegen dikella (4:3) am vergangenen Dienstag soll laut Angaben privater Wettanbieter ebenfalls auffällig gewesen sein. Nach einer Information der "BLZ" (Mittwochsausgabe) soll dikella von seinen Akteuren eine eidesstattliche Erklärung einfordern, dass sie "weder in der Vergangenheit gegen den eigenen Klub gewettet haben, noch dies in Zukunft tun werden".
Die Spieler der genannten Klubs sowie deren Funktionäre sollen in den kommenden Tagen Stellung zu den Vorwürfen nehmen.
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